Schlaflos bei Pirelli: Halten die Reifen Spa aus?

Sie werden in Spa-Francorchamps am härtesten arbeiten müssen: Die Pirelli-Reifen.
Zur Erinnerung: Beim letzten Rennen auf dem Hungaroring hat Pirelli neue Reifen präsentiert. Nachdem im Laufe der Saison diverse Male Lauffläche und der Rest vom Reifen getrennte Wege gegangen waren, musste Pirelli aus Sicherheitsgründen handeln. Sie entschieden sich, eine Hybrid-Konstruktion aus 12er- und 13er-Reifen mitzubringen.

In Ungarn habe die Reifen gehalten – aber Spa wird die Meisterprüfung.

Die Steilkurve-Gummiredaktion geht davon aus, dass Pirelli nach Belgien das Härteste mitbringen wird, was sie haben: “hard” und “medium”. Denn: Die böswillige Schwerkraft zerrt in Spa nicht nur seitlich an den Reifen (siehe Blanchimont), sondern in der Senke vor Eau Rouge gibt’s auch von oben richtig einen auf den Deckel.

Es wird spannend zu sehen sein, ob die Reifen halten. Platzer wie in Silverstone wollen wir in Spa auf keinen Fall sehen. Das gibt mehr als blaue Flecken.

McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale geht davon aus, dass Pirelli in NSA-Manier die Reifendrücke der Teams überwachen wird, damit die keine Millibar von den Vorgaben abweicht.

Und wir wissen ja seit dem China-Grand-Prix 2010: Auch wenn die Reifen halten, heißt das noch lange nicht, dass der Rest der Aufhängung es auch tut:

Kein Räikkönen bei Red-Bull

Kimi ist vom Red-Bull-Tisch.

Viel wurde ja spekuliert in der Silly-Season, dass Kimi Räikkönen nächstes Jahr zu Red-Bull gehen könnte. Das Thema ist jetzt durch: Räikkönnens Manager Steve Robertson sagte jetzt der finnischen Zeitung Turun Sanomat, dass zwar verhandelt wurde, die Verhandlungen aber schon vor einiger Zeit ergebnislos beendet wurde.

Die schnelle Moral von der Geschichte: Dann wird wohl Daniel Ricciardo neuer Vettel-Kollege werden, wie wir gestern schon drüben bei facebook orakelten.

Hier könnte die Geschichte zuende sein. Die viel-köpfige Steilkurve-Redaktion stellt sich aber seit heute mittag vor, wie die Verhandlungen zwischen dem großen Schweiger Räikkönen und Red-Bull wohl ausgesehen haben können:

Red-Bull: “Und?”
Raikkönen: “Nö.”

Und unsere Tastaturen sind froh, für eine Weile diesen komplizierten Namen nicht mehr tippen zu müssen.

Highlights aus Spa Francorchamps

Die Fußballer dürfen ja schon wieder ran, die Formel 1 gammelt noch in der Sommerpause.

Wir vertreiben uns die Zeit und steigern die Vorfreude: Spa Francorchamps steht in 9 Tagen an. Ein Highlight im Kalender, denn es ist die letzte echte Rennstrecke im Formel 1-Kalender (nachdem Hockenheim wegen Kastration ausfällt).

Die Steilkurve-Redaktion widmet sich beim traditionellen freitäglichen Butterkuchen-Gelage im Ostflügel der Zentrale dem Video-Studium. Hier eine absolut subjektive und unvollständige Liste der Spa-Highlights der letzten Jahre:

1998: Michael Schumacher führt im strömenden Regen, ist im Begriff Mika Häkkinen die WM-Führung abzuknöpfen. Jetzt muss er nur noch den achtplatzierten David Coulthard überrunden muss. Sollte doch kein Problem sein, oder doch?

Apropos 1998: Gleich beim Start gab es ein praktisches Beispiel in “Aufhängungsteile schnell und bequem loswerden”:

http://www.dailymotion.com/video/x4ler1_1998-spa-francorchamps-f1_auto

2000: Der arme Ricardo Zonta hatte den Moment seines Lebens, als der ruhige, stille Mika Häkkinen gezeigt hat, dass er Mut hat:

2012: Romain Grosjean hat nach dem Start kurzzeitig vergessen, dass er jetzt aber wirklich in einem Formel 1 sitzt und nicht an der PS3 spielt. Bei deaktiviertem Schadensmodell:

Und wer jetzt die Videos durch, aber noch Zeit übrig hat: Das Rennen von 1994 in voller Länge. Ja genau, das mit dem Schumacher-360-Dreher und der Disqualifikation wegen der abgeschmirgelten Baumarkt-Holzplatte unter dem Auto.

Spektakulär: Der einzige Dreher, der großartig ist.

Wenn ihr euch auch darüber ärgert, dass die Bild-Regisseure bei Formel-1-Übertragungen bei der Wahl der richtigen Perspektive ein ebenso gutes Händchen haben, wie Lothar Matthäus bei seinen Frauen, dann hört auf, euch zu ärgern. Macht es selber:

buemi360

Sébastien Buemi fährt einen Red-Bull F1 mit einer Panorama-Kamera, die ihr frei steuern könnt. Spektakulär (gesehen bei wired.com)!

Finnen finden: Kimi Räikkönen geht zu Ferrari

Die Haus-und-Hof-Postille der Steilkurve-Redaktion, die finnische Ilta-Sanomat schreibt in einem Artikel neues zu den Plänen von Kimi Räikkönen.

Nachdem unsere Finland-Experten in der Redaktion den Artikel mehrmals übersetzt haben, wissen wir: Die Zeitung ist sich sicher, dass Kimi zu Ferrari geht.

Weil dort aber Fernando Alonso beschäftigt ist, der nur Teamkollegen akzeptiert, denen zur Not eine Zwei-Liter-TDI-Maschine ins Auto geschraubt wird, damit sie ihm auf der Strecke nicht zu Nahe kommen, verkünden die Finnen: Alonso geht zu Red Bull und wird dort Teamkollege von seinem nicht-in-tausend-Jahren-besten-Freund Sebastian Vettel.

Wir heften das ab unter “S” wie Sommerloch und warten stündlich darauf, dass Pofalla diese Diskussion für beendet erklärt.

Wenn Mateschitz allerdings in größerem Umfang Zwei-Liter-TDI-Maschinen kauft, werden wir die Sache nochmal prüfen. Vorher aber nicht.

Wir haben Angst: Lewis Hamilton singt.

Tausendsassa Lewis Hamilton kann mehr als sein Auto beim Abbiegen in die Boxengasse in den Kies zu setzen.

Aus seiner Beziehung mit Nicole Scherzinger schied er ja unlängst mit einem gebrochenen Herzen in Führung liegend aus. Danach nutzte er jedes Mikrofon im Umkreis von 12 Kilometern, um ungefragt zu betonen: “Sie ist die Liebe meines Lebens!”
Selbst Bulldogge Roscoe brachte keine Besserung. Jetzt hat Hamilton seine Drohungen wahr gemacht: Er singt! Lewis Hamilton sings

Worum es in dem Song gehen wird? Aus den geschickt gestreuten Hashtags #love und #life schließen wir: Es geht nicht um Roscoe oder Nico Rosberg – es geht um Frau Scherzinger.
Wie der Song klingen wird, können wir anhand der Formulierung “turn my dream into reality” nur vermuten: